Fragen,
die kommen
14 ehrliche
Antworten.
Bevor du dich auf etwas einlässt, hast du Fragen. Manche stellst du laut, manche lieber nicht. Ein paar davon beantworte ich hier vorab.
Falls deine Frage nicht dabei ist: Schreib mir.
Bin ich mit meinem Anliegen bei dir richtig - oder ist es zu „klein” für Coaching?
Wahrscheinlich ja. Die Sorge, mit dem eigenen Anliegen zu „klein” zu sein, ist selbst oft Teil des Themas - der Reflex, sich erst dann ernst zu nehmen, wenn es richtig brennt.
Ich arbeite mit Menschen, die spüren, dass etwas nicht stimmt. Manchmal ist das eine konkrete Frage, manchmal nur ein Gefühl. Beides ist Grund genug.
Wenn du dir trotzdem unsicher bist: Genau dafür ist das Erstgespräch da. Wir schauen gemeinsam, ob ich der Richtige bin.
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Therapie - und woran erkenne ich, was für mich passt?
Therapie heilt. Coaching begleitet.
Therapie ist der richtige Weg, wenn etwas in dir verletzt oder krank ist und Heilung braucht. Depression, Trauma, Angststörung, akute Krise - das gehört in therapeutische Hände. Therapeutinnen und Therapeuten haben dafür eine Ausbildung, die ich nicht habe.
Coaching beginnt da, wo du im Großen und Ganzen handlungsfähig bist, aber an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommst. Wo du Klarheit suchst, eine Richtung, einen Sinn - oder das, was sich darunter verbirgt.
Wenn etwas davon auf dich zutrifft, ist Therapie nicht die zweite Wahl - sie ist der richtige Weg. Ich bin dann nicht die passende Adresse, und behandeln darf ich das auch nicht. Sollte so etwas im Laufe eines Coachings auftauchen, sage ich dir das und verweise dich weiter.
Muss ich schon wissen, was mein Thema ist, bevor ich komme?
Nein.
Viele wissen am Anfang nur, dass etwas nicht stimmt - nicht, was es ist. Das ist völlig okay. Oft ist genau das ein Teil der Arbeit: herauszufinden, wo wir eigentlich hinschauen.
Du musst keine fertige Frage mitbringen, nichts vorbereiten, keine Liste machen. Komm mit dem, was gerade da ist.
Was unterscheidet dich von anderen Coaches?
Drei Dinge - wahrscheinlich.
Erstens: Ich rede nicht über Themen, die ich nur aus Büchern kenne. Ich habe selbst lange in großen Organisationen gearbeitet und kenne das Spiel und den Preis, den man dafür zahlt.
Zweitens: Ich arbeite ruhiger als die meisten. Kein Methoden-Feuerwerk, keine Sieben-Schritte-Pläne. Ich glaube, dass nachhaltige Veränderung Tiefe braucht - und Tiefe braucht Zeit.
Drittens: Ich verkaufe dir nichts. Das Erstgespräch ist kostenlos und ehrlich. Wenn ich nicht der Richtige bin, sage ich das.
Mit welchen Methoden arbeitest du konkret?
Vor allem systemisch und integral. Dazu, je nach Thema, einzelne Werkzeuge aus anderen Schulen - ein Hauch NLP zum Beispiel, der in meiner Ausbildung mit dabei war.
Systemisch heißt: Wir schauen auf dich und auf die Zusammenhänge, in denen du stehst. Themen entstehen selten isoliert - sie hängen mit deinem Familienhintergrund zusammen, mit deinem Beruf, mit deinen Beziehungen.
Integral heißt: Ich achte darauf, von welcher Warte aus du gerade auf ein Thema schaust - und die anderen Beteiligten auch. Das hilft mir zu lesen, was bei dir dran ist, ohne dass ich es dir aufdränge oder zum Thema unserer Gespräche mache.
Und oft geht es darum, die Annahmen anzuschauen, die dich treiben. „Ich muss erfolgreich sein.” „Ich darf nicht stehenbleiben.” Wir fragen, woher das kommt und ob es eigentlich stimmt.
Welche Methode wann, ergibt sich aus dem, was du brauchst. Du musst keinen dieser Begriffe kennen, um mit mir zu arbeiten.
Wie vertraulich ist das, was ich dir erzähle?
Vollständig.
Was zwischen uns besprochen wird, bleibt zwischen uns. Ich mache mir nur wenige Notizen, und die liegen verschlüsselt. Keine Inhalte gebe ich weiter - auch dann nicht, wenn jemand mich darauf anspricht.
Vertraulichkeit ist nicht Verhandlungssache.
Wie persönlich wird das - wie viel teile ich von mir?
So viel, wie du möchtest. Nicht mehr.
Coaching funktioniert nicht durch Auspressen, sondern durch Vertrauen. Wenn du etwas nicht teilen willst, teilst du es nicht. Wenn ich an einer Stelle nachfrage, an der du innehältst, kannst du das jederzeit sagen. Wir arbeiten an dem, was sich öffnet - nicht an dem, was du dich gezwungen fühlst zu zeigen.
Erfahrungsgemäß öffnet sich mit der Zeit mehr, als am Anfang denkbar wäre. Aber das ist dein Tempo, nicht meins.
Was, wenn ich merke, dass es zwischen uns nicht passt?
Dann sagst du es. Und es ist okay.
Coaching lebt von Vertrauen. Wenn das nicht da ist, funktioniert es nicht - egal wie gut die Methode oder wie viel Erfahrung ich mitbringe. Wenn du nach dem Erstgespräch merkst, dass die Chemie nicht stimmt, ist das ein klarer Hinweis. Kein Drama.
Sag es mir direkt - oder zwischen den Türen. In beiden Fällen helfe ich dir, einen anderen Coach zu finden, der besser zu dir passt.
Was, wenn das Coaching mir nicht das bringt, was ich mir erhofft habe?
Dann sprechen wir darüber.
Wenn du nach zwei oder drei Terminen merkst, dass sich nichts bewegt - sag es. Manchmal liegt es daran, dass wir am falschen Thema arbeiten. Manchmal daran, dass die Methode nicht passt. Manchmal daran, dass du gerade nicht bereit bist, hinzuschauen - und auch das ist okay, dann pausieren wir.
Was ich nicht tun werde: dir vorgaukeln, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn das offensichtlich nicht stimmt. Ehrlichkeit ist Teil der Arbeit, in beide Richtungen.
Wann merke ich, dass sich etwas bewegt?
Oft schon nach dem ersten Termin.
Etwas auszusprechen, in einem geschützten Raum, in dem jemand wirklich zuhört - das verändert oft schon mehr, als man denkt. Nicht durch eine Methode, sondern durch das Aussprechen selbst.
Tiefer geht es meist ab Termin zwei oder drei. Aber Coaching ist kein linearer Prozess. Manchmal kommt der wichtige Moment zwischen den Terminen, beim Spazierengehen, im Halbschlaf. Das ist nicht steuerbar - und das ist auch gut so.
Wie wird das Coaching abgerechnet - und kann ich es steuerlich geltend machen?
Das Coaching-Paket wird per Vorkasse abgerechnet: Du bekommst nach Vertragsabschluss eine Rechnung per E-Mail und überweist den Betrag, bevor der erste Termin stattfindet.
Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus - was auf der Rechnung steht, ist also auch das, was du bezahlst.
Ob du Coaching steuerlich geltend machen kannst, hängt von deiner Situation ab. Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist es oft als Betriebsausgabe absetzbar, bei Angestellten als Werbungskosten, wenn ein beruflicher Bezug erkennbar ist. Ich bin kein Steuerberater - frag im Zweifelsfall deinen.
Findet das Coaching online statt oder vor Ort?
Aktuell online. Persönliche Termine vor Ort sind in Planung, sobald die Räume stehen. Falls dir Vor-Ort wichtig ist, sag Bescheid - dann finden wir eine Lösung, sobald es geht.
Was passiert, wenn ich einen Termin absagen oder verschieben muss?
Bis 48 Stunden vor dem Termin kannst du jederzeit verschieben - kostenfrei und ohne Erklärung.
Bei kurzfristigeren Absagen wird der Termin grundsätzlich als wahrgenommen verrechnet. Eine Ausnahme mache ich, wenn jemand wirklich krank wird - das passiert, und dafür finden wir gemeinsam eine Lösung.
Wenn Verschiebungen wiederholt vorkommen, sprechen wir darüber, ob der Zeitpunkt für die Arbeit gerade passt. Manchmal ist eine Pause der bessere Weg als eine weitere Verschiebung.
Bist du zwischen den Terminen erreichbar, wenn mich etwas einholt?
Im Rahmen, ja.
Für eine kurze Frage oder einen Gedanken, der dich beschäftigt, kannst du mir jederzeit schreiben. Ich antworte innerhalb von zwei Werktagen, meist schneller.
Was ich nicht bin: ein 24/7-Notdienst. Wenn dich zwischen den Terminen etwas Schweres einholt - eine akute Krise, ein dunkler Tag, der nicht weggehen will - dann brauchst du jemanden, der für genau das ausgebildet ist. Die Telefonseelsorge ist 24/7 erreichbar unter 0800 111 0 111. Kostenlos, anonym, gut.
Lass uns sprechen.
Die ersten 30 Minuten gehen auf mich.
Wir schauen in Ruhe, ob es passt.